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Künstliche Intelligenz am Point-of-Sale – Revolution des Einkaufserlebnisses

  • 11. März 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Die Digitalisierung hat den Einzelhandel nachhaltig verändert, und Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine zunehmend zentrale Rolle am Point-of-Sale (POS). KI-gestützte Technologien ermöglichen personalisierte Einkaufserlebnisse, effizientere Prozesse und eine optimierte Kundeninteraktion. Doch wie genau kann KI am POS eingesetzt werden, um den Handel der Zukunft zu gestalten? Hier sind die wichtigsten Einsatzbereiche mit detaillierten Erklärungen und konkreten Beispielen.


Personalisierte Produktempfehlungen und dynamische Preisanpassungen


KI kann durch die Analyse großer Datenmengen (Big Data) das Kaufverhalten der Kunden genau verstehen und in Echtzeit personalisierte Produktempfehlungen ausspielen. Diese Technologie wird in vielen Einzelhandelsgeschäften genutzt, um den Umsatz zu steigern und die Kundenzufriedenheit zu verbessern.


Wie funktioniert das?

  • KI analysiert die Kaufhistorie des Kunden und gleicht sie mit den aktuellen Angeboten ab.

  • Über digitale Displays, mobile Apps oder interaktive Kioske erhält der Kunde maßgeschneiderte Empfehlungen.

  • Algorithmen können Preisänderungen in Echtzeit basierend auf Nachfrage, Lagerbestand und externen Faktoren wie Wetter oder besonderen Anlässen anpassen.


Beispiele:

  • Amazon Go Stores nutzen KI, um Kunden basierend auf ihren Einkäufen personalisierte Empfehlungen zu machen.

  • H&M setzt interaktive Spiegel ein, die Kunden Modekombinationen basierend auf ihrem bisherigen Stil vorschlagen.

  • Supermärkte wie Walmart passen Preise dynamisch an die Nachfrage an, um Lagerbestände optimal zu managen.


Automatisierte Kassen- und Zahlungssysteme

Durch den Einsatz von KI können traditionelle Kassen durch innovative Zahlungssysteme ersetzt werden. Kunden können den Bezahlvorgang selbstständig und schneller durchführen, was Warteschlangen minimiert und das Einkaufserlebnis verbessert.


Wie funktioniert das?

  • Computer-Vision-Technologien erkennen Produkte und fügen sie dem digitalen Warenkorb hinzu.

  • Gesichtserkennung oder mobiles Bezahlen ermöglichen eine kontaktlose und sichere Transaktion.

  • Smarte Algorithmen helfen bei der Erkennung von Fehlscans und verhindern Betrugsversuche.


Beispiele:

  • Amazon Go Stores verwenden KI-gestützte Kameras, die Produkte automatisch erfassen, sodass Kunden den Laden verlassen können, ohne an einer Kasse anzustehen.

  • Selbstbedienungskassen von Carrefour und Tesco ermöglichen es Kunden, Waren selbstständig zu scannen, während KI-gestützte Scanner Fehler vermeiden.

  • Alibaba's "Smile to Pay" ermöglicht Kunden, mit einem einfachen Gesichtsscan zu bezahlen, was den Checkout-Prozess noch schneller macht.






Smart Shelves und automatisierte Bestandsverwaltung

Intelligente Regale (Smart Shelves) und KI-gestützte Bestandsmanagementsysteme helfen Einzelhändlern, ihre Lagerbestände optimal zu verwalten und Nachbestellungen automatisch auszulösen.


Wie funktioniert das?

  • KI-Kameras oder Sensoren erkennen leere Regale und melden automatisch Nachbestellungen.

  • Algorithmen analysieren Verkaufsdaten, um vorherzusagen, wann ein Produkt zur Neige geht.

  • Elektronische Preisschilder können in Echtzeit aktualisiert werden, um sich an die Marktnachfrage anzupassen.


Beispiele:

  • Walmart und Kroger nutzen smarte Regale, die automatisch Warenmengen erfassen und den Bestand in Echtzeit anpassen.

  • Edeka testet intelligente Regalsysteme, die über KI erkennen, wann eine Produktplatzierung optimiert werden muss.

  • Amazon Fresh Stores verwenden smarte Waagen, um das Gewicht von Obst und Gemüse automatisch zu erfassen und den Preis entsprechend anzupassen.


Chatbots und virtuelle Shopping-Assistenten

KI-gestützte Chatbots und digitale Assistenten erleichtern die Interaktion mit Kunden, indem sie schnelle und personalisierte Beratung bieten.


Wie funktioniert das?

  • KI-gestützte Systeme analysieren Kundenanfragen und bieten automatisierte Antworten.

  • Sprachgesteuerte Assistenten helfen Kunden bei der Produktsuche und Bestellungen.

  • KI kann personalisierte Empfehlungen geben und Fragen zu Verfügbarkeit oder Rückgabebedingungen beantworten.


Beispiele:

  • Sephora’s KI-Chatbot bietet personalisierte Make-up-Empfehlungen basierend auf Hauttyp und bisherigen Käufen.

  • H&M nutzt digitale Shopping-Assistenten, die Kunden Modekombinationen vorschlagen.

  • IKEA’s Place App hilft Kunden, Möbel virtuell in ihren Wohnraum zu projizieren und Kaufentscheidungen zu erleichtern.


KI-gestützte Videoanalyse für Kundenverhalten

KI kann das Verhalten der Kunden im Store analysieren, um Laufwege und Kaufmuster zu verstehen und den Store optimal zu gestalten.


Wie funktioniert das?

  • Kameras mit Machine Learning analysieren Kundenbewegungen im Laden.

  • Heatmaps zeigen auf, welche Bereiche des Stores besonders beliebt sind.

  • KI identifiziert Engpässe und verbessert die Warenplatzierung.


Beispiele:

  • Zara nutzt KI-gestützte Kameras, um herauszufinden, welche Produkte besonders häufig in den Warenkorb gelegt werden.

  • Nike analysiert durch Videoüberwachung, welche Bereiche des Stores besonders stark frequentiert werden.

  • McDonald’s verwendet KI im Drive-Thru, um Kundenmuster zu analysieren und personalisierte Menüangebote anzupassen.


Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) für interaktives Shopping

KI in Verbindung mit AR und VR bietet Kunden die Möglichkeit, Produkte virtuell zu testen und interaktiv zu erleben.


Wie funktioniert das?

  • AR ermöglicht das virtuelle Anprobieren von Kleidung oder Make-up.

  • VR kann Kunden durch immersive Einkaufserlebnisse führen.

  • KI kann in Echtzeit Styling- oder Produktempfehlungen ausspielen.


Beispiele:

  • L’Oreal’s AR-Spiegel ermöglichen es Kunden, verschiedene Make-up-Looks zu testen, bevor sie ein Produkt kaufen.

  • IKEA nutzt AR, damit Kunden Möbel virtuell in ihre Wohnung einfügen können.

  • Gucci bietet eine Sneaker-Try-On-Funktion, mit der Kunden ihre Schuhe digital anprobieren können.


KI-gesteuerte Logistik- und Lieferkettenoptimierung

Durch KI können Lieferketten optimiert, Lagerbestände effizienter verwaltet und Produkte schneller an den Kunden geliefert werden.


Beispiele:

  • Amazon setzt KI zur Vorhersage von Nachfragen ein, um Lagerbestände optimal zu steuern.

  • Zalando nutzt KI, um Retourenmuster zu analysieren und das Angebot zu verbessern.

  • Starbucks verwendet KI zur Logistiksteuerung, um Lebensmittelverschwendung zu minimieren.


KI als Schlüssel für den POS der Zukunft

Die Integration von KI am POS bietet enorme Chancen für den Einzelhandel. Von der personalisierten Kundenansprache über intelligente Bezahlmethoden bis hin zu optimierten Lieferketten – KI sorgt für Effizienz, höhere Umsätze und ein besseres Einkaufserlebnis. Händler, die diese Technologien gezielt einsetzen, sichern sich langfristig einen Wettbewerbsvorteil in der sich wandelnden Handelslandschaft.


 
 
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